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VON SCHWARZ NACH WEISS

Als kleiner Junge haben mich meine Eltern in die Sonntagsschule geschickt. Dort hatte ich meine ersten Begegnungen mit Gott. Ich ging nicht so gern hin, aber es war in Ordnung. Dann starb mein Großvater an Krebs. Von da an stand in unserer Familie alles auf dem Kopf. Meine Eltern glaubten nicht, dass es einen Gott geben kann, der so etwas zulässt. Sie hatten so viel gebetet und dann starb mein Opa doch. Ihre Einstellung änderte sich derart radikal, dass sie plötzlich anfingen schwarze Messen zu besuchen. Mir war das anfangs sehr unheimlich und ich versuchte, mich von der Einstellung meiner Eltern nicht beeinflussen zu lassen. Später dachte ich mir jedoch: Wenn dieser Gott meinem Großvater nicht helfen konnte, schadet es wohl nichts, wenn ich ihn jetzt links liegenlasse.

Und so rutschte auch ich in die okkulte Szene. Viel zu spät merkte ich, wie tief ich drinsteckte. Ich hatte alle meine Freunde dort und war sogar Anführer eines Teams. Eines Tages sollten wir ein christliches Konzert stören. Doch als ich das Startzeichen geben wollte, hatte ich dieses Gefühl es besser nicht zu tun. Ich wusste nicht genau, was ich machen sollte und hab den Einsatz abgeblasen. Mein Team ging. Und ich? Ich blieb noch. Dann kam die Band auf die Bühne und ich nahm mir vor mich ganz dem Musikgenuss hinzugeben. Das ging gründlich daneben. „Nicht auf die Texte achten!", hab ich mir gesagt. Doch ich verstand jedes einzelne Wort. Und jede Textzeile war wie eine Ohrfeige. Ich stand da wie ein begossener Pudel. Ich wollte gehen, aber ich blieb. Und dann war plötzlich all das weg, was ich in den letzten Jahren angestellt und was so schwer auf mir gelastet hatte. Von einer Minute auf die andere. Das war wie ein Wandel. Ich konnte das erste Mal nach Monaten wieder klar denken. „Vielleicht haben die Spinner ja doch nicht so Unrecht!? Schlimmer kann es ja eigentlich nicht werden und umbringen kann ich mich ja immer noch... Versuch ich es mal mit diesem Gott!“ Die Gedanken rasten durch meinen Kopf. Viel davon versprochen hab ich mir nicht, aber ich hab es mit Gott ausprobiert. Ich hab noch am gleichen Abend eine Entscheidung für Jesus Christus getroffen.

Es hat noch einige Zeit gedauert bis ich von der Okkult-Schiene ganz runter war, aber mit Gottes Hilfe ging es. Ich bin regelmäßig in Gottesdienste gegangen und hab mich langsam von meinen „Freunden“ aus der dunklen Szene gelöst. Das war alles nicht gerade einfach, aber ich hab viel in der Bibel gelesen. Da wurde mir schnell klar, dass Jesus mich wirklich liebt. Und dass ich bei ihm die Liebe finde, die ich jahrelang bei anderen Sachen gesucht habe. Nun lebe ich schon seit zwei Jahren mit Jesus Christus und es ist das Beste, was mir je passiert ist. Jesus ist mein Leben. Ich wüsste nicht, wie ich noch ohne ihn leben könnte. Ich bin froh, dass ich kapiert habe, dass ein Leben ohne Jesus einfach sinnlos ist.

Chris

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