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HIGHWAY TO ... HEAVEN

Zuhause hatte ich nur Ärger. Meine Eltern waren geschieden und ich kam mit beiden nicht richtig klar. Auch die Schule war für mich die Hölle. Ich hatte niemanden zum Reden, niemanden, der mich verstand. Nach einiger Zeit glaubte ich, dass ich nichts wert sei. Mich wollte ja niemand – ich hatte keine Freunde und meine Familie war unausstehlich. Zu dieser Zeit stellte ich mich regelmäßig auf die Bahngleise und wollte mir das Leben nehmen. Ich fand alles sinnlos. Trotzdem hab ich mit mir selbst ein Abkommen geschlossen, vorher alles versuchen zu wollen. So schrieb ich an diverse Zeitschriften, rief bei der Telefonseelsorge an, ging zur Schulpsychologin ... Doch keiner konnte mir helfen. Scheinbar nahm mich niemand ernst. Ich hatte alles versucht. Nichts half. Also stand ich eines Abends wieder auf den Gleisen. Ich beschloss so lange stehen zu bleiben, bis mir noch etwas einfällt oder halt der Zug kommt. Gott sollte entscheiden, was passiert.

Moment – Gott!? Plötzlich kam mir die Idee, mit ihm zu reden. Ich setzte mich neben die Gleise und erzählte ihm alles. Und ich fragte ihn, warum er nichts tut. Ich weinte und bat ihn immer wieder mir zu helfen. Es hat sich nicht sofort etwas getan. Aber ich ging dann doch noch mal nach Hause und fing an im Alltag öfter mit Gott zu sprechen. Oft auch nur in Gedanken. Endlich konnte ich mit jemandem reden, mich aussprechen – auch wenn ich ihn nicht kannte und auch erstmal nichts zurückkam. Später ging ich dann in eine christliche Gemeinde, um dort zu helfen – zum Beispiel zum Kaffee kochen oder Ältere nach Hause zu begleiten. Das tat sooo gut! Diese Leute mochten mich, nahmen mich an wie ich war und freuten sich sogar immer, wenn ich kam. Die Klassenkameraden machten sich dann lustig, dass ich nun in eine Kirche ging. Aber da konnte ich plötzlich drüberstehen.

Das Leben war nicht leicht nach meinem ersten Gebet. Aber es wurde auch nicht schlimmer. Ich hatte noch ein paar Tiefs und werde wohl immer wieder mal welche haben. Aber ich lebe – und das im doppelten Sinne: Gott hat mir wirklich ein neues Leben geschenkt! Jetzt lebe ich schon seit fast drei Jahren mit Jesus Christus. Ich habe mein Abi und eine Ausbildung gemacht und arbeite jetzt in einer christlichen Einrichtung für Menschen mit psychischen Krankheiten. Gerade den Selbstmordgefährdeten kann ich nun gut beistehen, weil ich ja auch mal auf ihrer Seite stand. Meine Familie ist gegen mein Leben mit Gott. Von daher hat sich mein Umfeld nicht unbedingt verbessert. Und ich habe bis heute noch kein sonderlich gutes Selbstvertrauen. Aber Gott hat mein Leben total verändert und erneuert. Ich lebe! Und ich lebe ein sinnvolles Leben!

Elke

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